Seit 1998 hat jeder Verbraucher von elektrischem Strom in Deutschland die Möglichkeit, seinen Anbieter selbst zu wählen und auch zu wechseln. Von den privaten Stromverbrauchern nutzen das bisher leider nur etwa 4 % der Kunden. Dabei ist es für den Verbraucher oft die einzige Möglichkeit, sich gegen diesen teilweisen Wucher zu wehren. Im Internet ist ein Stromtarifvergleich aller Anbieter ihrer Region sehr leicht und ohne fremde Beeinflussung möglich. Sie rufen den Tarifrechner auf, geben Ihre Postleitzahl und Ihren Verbrauch ein und sofort sind die Anbieter in einer Tabelle übersichtlich aufgelistet.
Nun sollten Sie einige Dinge bei der Bewertung der Anbieter beachten. Das betrifft als erstes die Vertragslaufzeit. Hier müssen Sie genau überlegen, wie lange Sie sich binden möchten. Ist der Vertrag abgeschlossen, dann ist eine Kündigung vor Ablauf kaum möglich. Deshalb ist die Empfehlung, Laufzeiten zu wählen, die nicht länger als 12 Monate sind und der Anbieter sollte für diese Zeit auch eine Preisgarantie geben. Eventuell ist es für Sie auch interessant, wie sich der Strom zusammensetzt. Auch dazu müssen die Anbieter Auskunft geben. Einige Anbieter mit günstigen Tarifen verlangen, dass Sie Ihren Stromverbrauch einschätzen und per Vorkasse bezahlen. Hier müssen Sie wissen, dass bei Konkurs des Unternehmens das gezahlte Geld weg sein kann. Wird der eingeschätzte Verbrauch überschritten, dann kostet dieser Mehrverbrauch teilweise sehr viel.
Wenn Sie sich für einen Wechsel entschieden haben, dann geht das sehr einfach. Sie senden Ihren neuen Lieferanten den erforderlichen Antrag und er erledigt alles andere, auch die fristgemäße Kündigung beim bisherigen Lieferanten. Wenn der gewählte Lieferant in der Vertragslaufzeit aus bestimmten Gründen nicht mehr liefern kann (Konkurs) sind Sie nicht ohne Strom, weil der Regionalversorger per Gesetz verpflichtet ist, die Stromlieferung weiter zu sichern.